Vergelt's Gott - Der verborgene Reichtum der katholischen Kirche
08.09.2014 | 44:51 Min. | UT | Verfügbar bis 08.09.2015
Bis hin zu den letzten Fragen
weiß die Kirche eine Antwort. Nur eine Frage beantwortet sie bislang
nicht: Wie reich ist katholische Kirche in Deutschland?
Serie zum Thema Kirche Was das Land Nordrhein-Westfalen an Kirchen zahlt
NRW Kirche und Staat sind offiziell zwar getrennt, aber in der
Praxis gibt es viele Schnittmengen - und oft auch Streit, vor allem ums
Geld. Zu den umstrittensten Finanzquellen der Kirche in Deutschland
gehören die sogenannten Staatsleistungen. In einer Serie blicken wir
hinter die Kulissen der katholischen und evangelischen Kirche in
Deutschland - beleuchten das System ihrer Finanzierung, aber auch das
Leben in den Gemeinden an der Basis.
Serie zum Thema Kirche: Was das Land Nordrhein-Westfalen an Kirchen zahlt - Ruhr Nachrichten - Lesen Sie mehr auf: http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/vermischtes/aktuelles_berichte/Serie-zum-Thema-Kirche-Was-das-Land-Nordrhein-Westfalen-an-Kirchen-zahlt;art29854,2476190#plx1246029710
Serie zum Thema Kirche Was das Land Nordrhein-Westfalen an Kirchen zahlt
NRW Kirche und Staat sind offiziell zwar getrennt, aber in der
Praxis gibt es viele Schnittmengen - und oft auch Streit, vor allem ums
Geld. Zu den umstrittensten Finanzquellen der Kirche in Deutschland
gehören die sogenannten Staatsleistungen. In einer Serie blicken wir
hinter die Kulissen der katholischen und evangelischen Kirche in
Deutschland - beleuchten das System ihrer Finanzierung, aber auch das
Leben in den Gemeinden an der Basis.
Serie zum Thema Kirche: Was das Land Nordrhein-Westfalen an Kirchen zahlt - Ruhr Nachrichten - Lesen Sie mehr auf: http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/vermischtes/aktuelles_berichte/Serie-zum-Thema-Kirche-Was-das-Land-Nordrhein-Westfalen-an-Kirchen-zahlt;art29854,2476190#plx1246029710
Jeder Konzern muss seine Bilanzen offenlegen. Nur die Kirche
verbirgt ihren Besitz hinter Weihrauch, Purpur und Briefkastenfirmen.
Die ARD-Doku "Vergelt's Gott" forscht nach - und legt Obszönes offen.
In Kürze schart Papst Franziskus Bischöfe aus aller Welt um sich.
Strittiges Thema: die katholische Lehrmeinung zu Ehe und Familie. Schon
jetzt melden sich Reformer und Bewahrer zu Wort. Hat der "Kampf um Rom"
begonnen?
Die Kirchensteuer allein ist kein Grund für
massenhafte Austritte. Ein Gespräch mit dem Finanzminister und
Steuersünderjäger Norbert Walter-Borjans. von Evelyn Finger
DIE ZEIT Nº 35/201421. August 2014
08:00 Uhr 113 Kommentare
Wenn die Glocken klingen, und die Kassen klingeln, dann ist Kirche. Ökonomisch gesehen ist allerdings noch Luft.
Eigentlich wollte ich ja dieses
Thema für ein Weilchen auf sich beruhen lassen. Zu leicht war es, damit
wilde Diskussionen zu entfachen, böseste Leserbriefe einzuheimsen,
wüsteste Beschimpfungen zu ergattern und ärgste Verunglimpfungen. Denn
zu dünnhäutig sind die Betroffenen, zu sicher fühlten sie und ihre
Vorfahren sich jahrhundertelang in ihrem dicken Fell, als dass sie in
der Lage wäre, auch nur den Hauch einer Kritik nonchalant hinzunehmen.
Da wird beim leisesten Anlass gezetert und gewettert, als gehe es um den
Fortbestand des Abendlands.......................
Wer sich derzeit bei Banken über die Kirchen umhört, bekommt allerhand
zu hören. Dreist, dickes Ding, Schwachsinn sind Ausdrücke, die hinter
vorgehaltener Hand fallen als Reaktion auf Vorwürfe, die zuvor von
Kirchenvertretern den Banken gemacht wurden. Die Informationen der
Banken in den vergangenen Monaten über das neue Verfahren zur Erhebung
der Kirchensteuer auf Zinsen und Dividenden hätten die Kirchenmitglieder
verunsichert, hießt es etwa von der Evangelischen Kirche in Hessen und
Nassau. Der Finanzchef der rheinischen Landeskirche, Bernd Baucks, wird
sogar noch deutlicher. Der Oberkirchenrat wirft Banken vor, sie hätten
Kunden zum Kirchenaustritt geraten. Baucks nennt allerdings keine Bank
oder Sparkasse namentlich. „Die Qualität der Hinweise der Banken war
sehr unterschiedlich – bis dahin, dass Menschen dahingehend von ihrer
Bank beraten wurden, dass sie der angeblich neuen Steuer am besten durch
Kirchenaustritt begegnen können“, sagte Baucks dieser Zeitung.............
Der Einfluss der Kirchen auf den deutschen Staat -
Von ABRAHAM GOLDSTEIN, 10. Juli 2014 -
Wenn es mal wieder heißt, die Reichen mögen etwas von ihrem Reichtum
an die Armen abgeben, denkt vermutlich kaum jemand an die Kirchen, schon
gar nicht an den Vatikan in Rom, wo erst im Juni 2013 der vatikanische
Buchhalter Nunzio Scarano wegen der Beteiligung an einer
Schwarzgeldverschieberei über 20 Millionen Euro verhört wurde. Scarano,
der übrigens nur unter "Hausarrest" (in seiner Villa) steht, enthüllte
dabei, dass sich in der schwarzen Kasse des Vatikan etwa 700 Millionen
Euro liquide Mittel befänden und dass es regelmäßige
Schwarzgeldgeschäfte aus dem Vatikan gab - bei dem sogar einmal
Goldbarren in Gemüsekisten versteckt wurden...............
Das Vertrauen ist zu gering, die Steuern sind zu
hoch: Im vergangenen Jahr sind deutlich mehr Menschen aus der
katholischen Kirche ausgetreten als 2012. von Christiane Florin...............
Franziskus und Tebartz-van Elst: Der bescheidene Papst und
Limburgs verschwenderischer Bischof prägten das Bild ihrer Kirche. Nun
zeigt sich, wer stärker wirkt - die Zahl der Austritte ist stark
gestiegen.
Anfang 2010 erschütterte ein
Missbrauchsskandal die katholische Kirche in Deutschland, der sich immer
weiter ausbreitete. Die Täter: Priester, die sich an Kindern und
Jugendlichen vergangen hatten. Allein im Bistum Trier wurden 66 Priester
des Missbrauchs beschuldigt.....................
Willkommen zu einer
alternativen Stadtführung durch Würzburg. Wir werden die Stadt heute
einmal von einer etwas anderen Seite beleuchten, als das üblich ist. Und
wir beginnen den Rundgang auf dem Bahnhofsvorplatz von Würzburg.............
Kardinal Marx regt sich über die Millionengehälter von Managern auf.: ”
‘Das kann doch niemand mehr verstehen’ … Es sei falsch, nur die
Kapitalinteressen der Börse zu bedienen. ‘Das ist doch eine Verirrung’
…” http://bit.ly/1oiIqBY
Und was ist dann mit den mehr als 17 Milliarden Euro, die der deutsche
Staat jährlich an die Kirchen zahlt? Wer kann das noch verstehen? ist es
nicht genauso “falsch” und eine “Verirrung”, nur die Kapitalinteressen
der Kirche zu bedienen? ...................
.....................Und mit welchem Recht kann die Kirche beanspruchen, als Brückenbauer in der Gesellschaft aufzutreten, wenn sie selbst innerhalb des Katholizismus mehr Brücken abbricht als
baut? Statt “Katholikentag” müsste es richtiger “katholischer
Kirchentag” heißen, denn auf der Veranstaltung dürfen nur Katholiken
auftreten, die sich kirchenkonform geben. Für andere, wie den
suspendierten Paderborner Priester und Psychoanalytiker Eugen Drewermann
oder Helmut Schüller von der Pfarrer-Initiative,
die sich für Reformen z.B. beim Umgang mit Wiederverheirateten und die
Zulassung von Frauen zum Priesteramt einsetzt, gibt es den “Katholikentag plus”, der u.a. von der katholischen Reformgruppe “Wir sind Kirche” veranstaltet wird. Das gastgebende Bistum Regensburg hat kundgetan, dass es durch diese Veranstaltungen “irritiert” ist. Sieht so das kirchliche Verständnis von “Brücken bauen mit Christus” aus? ......................
Kiel | Seit Jahren gibt es Streit über die
Zuschüsse, die das Land an die Kirchen zahlt. Vor allem FDP-Chef
Wolfgang Kubicki hat sich immer wieder für eine Kürzung eingesetzt und
die Rechtmäßigkeit der Höhe dieser Ansprüche bezweifelt. Jetzt wollen es
die Piraten genau wissen, doch die Landesregierung hüllt sich in
Schweigen..........................
WOLFENBÜTTEL. (hpd) Die Kindstaufe wird an einem noch nicht
volljährigen und damit noch unmündigen Kind vollzogen. Diese Tatsache
und dass dieser Akt der Aufnahme in eine Religionsgemeinschaft staatlich
anerkannt wird und Auswirkungen auf das gesamte Leben des Menschen hat,
hält Prof. Dr. Uwe Hillebrand für verfassungswidrig. Deshalb hat er
eine Verfassungsbeschwerde eingelegt. ....................
Martin Luther war ein Judenfeind. Wie wirkmächtig seine antijüdische
Schrift war, zeigt der Kriminologe Christian Pfeiffer – und verlangt
eine Aufarbeitung zum fünfhundertsten Jubiläum der Reformation .............
..................Ein Bischof darf nicht selbstherrlich sein, und lügen und verschwenden
sollte er auch nicht. Ein Bischof soll führen und leiten, er soll
Unbequemes sagen und auch strittige Entscheidungen treffen. Aber er muss
den Geruch der Schafe tragen, wie Franziskus es formuliert hat. .................
Matthias Drobinski: "Kirche, Macht und Geld" und Fidelis Schmid: "Gottes schwarze Kasse"
Von Simone Schmollack
Wozu sollte die Kirche ihr Geld verwenden - und wie
transparent müssen ihre Geschäfte sein? Diesen Fragen widmen sich zwei
neue Bücher. (AP)
Die katholische Kirche muss sich in letzter Zeit
einiges an Kritik gefallen lassen - zurecht, wie Fidelius Schmid und
Matthias Drobinski in ihren Analysen der Kirchenfinanzen zeigen. Vor
allem Schmids Recherchen über die kriminellen Geschäfte der Vatikanbank
dürften den Leser erschüttern.
Die katholische Kirche steht seit Jahren in der Kritik:
Da sind einerseits die Missbrauchs- und Finanzskandale. Andererseits
werden ihr konservative Beharrlichkeit und Reformunwillen vorgeworfen.
Und dann machte Ende Dezember auch noch die Nachricht die Runde, dass
sich der Vatikan jetzt von McKinsey beraten lässt. Was hat eine global
agierende und profitorientierte Unternehmensberatung mit Gott und
Glauben zu tun?
Sehr viel. Dieser Eindruck drängt sich zumindest auf,
wirft man einen Blick in zwei gerade erschienene Bücher, die sich mit
den kirchlichen Finanzen beschäftigen. Ist die Kirche ein Konzern?
Wieviel Geld darf dieser Konzern haben? Wozu sollte er es verwenden? Und
wie transparent ist der Konzern Kirche?
Fidelius Schmid beantwortet die letzte Frage allein mit
dem Titel seines Buches, er nannte es "Gottes schwarze Kasse". Das Werk
ist aber keine Abrechnung mit der Vatikanbank, sondern eine
detaillierte und dicht geschriebene Bestandsaufnahme des römischen
Geldinstituts und seiner Vorgänger, von der Gründung bis hin zur
Gegenwart.
Geschäfte mit der Mafia und Steuerhinterziehung
Cover: "Gottes schwarze Kasse" von Fidelius Schmid (Eichborn Verlag)Zwei
Jahre lang hat der Spiegel-Autor recherchiert und Erstaunliches
herausgefunden: Offenbar verwaltet die vatikanische Bank rund 7
Milliarden Euro und besitzt etwa 800 Millionen Euro Eigenkapital. Nun
sind solche Summen Peanuts nach den Maßstäben weltlicher
Kreditinstitute.
Aber die Vatikanbank funktioniert anders: Sie leiht
sich kein Geld am Kapitalmarkt, sondern arbeitet lediglich mit den
Einlagen ihrer Kunden. Die sind in der Regel Geistliche und Mitarbeiter
des Kirchenstaates - jeder mit einem Guthaben von durchschnittlich
333.000 Euro, wie Schmid ausgerechnet hat.
"Ein durchaus respektabler Betrag. Vor allem in
Anbetracht der Tatsache, dass hier von einer Bank in einem Staat von der
Größe der Münchener Theresienwiese die Rede ist."
Mit 7 Milliarden Euro kann man einiges machen.
Armenspeisung zum Beispiel. Krankheiten in Afrika bekämpfen. Das Klima
retten. Man kann das Geld aber auch verschieben, beispielsweise auf
Konten, die mit christlicher Nächstenliebe und Glauben gar nichts zu tun
haben. So wie das die Bank des Kirchenstaates getan hat.
Zwar ist sie schon seit Jahren bekannt für zwielichtige
Finanztransaktionen, die auch zu Mord und Freitod führten. Was Fidelius
Schmid aber aufgedeckt hat, dürfte die Gemüter des Kirchenvolks umso
heftiger erregen.
Skepsis, ob Papst Franziskus etwas ändern kann
Über Mittelsmänner und Kriminelle hat das "Istituto per
le Opere di Religione" jahrzehntelang Geschäfte mit der Mafia gemacht,
war in Drogenkartelle verstrickt, hat Steuern hinterzogen,
Briefkastenfirmen in Liechtenstein und Panama unterhalten. Darüber
hinaus hat das päpstliche Geldhaus ebenso in Rüstungskonzerne investiert
wie in ein Unternehmen, das die Pille herstellte.
Selbst in ein Einkaufszentrum in Arizona floss Geld aus
Rom - 20 Millionen Dollar, von denen nur 8 wieder zurückkamen. Bischof
Marcinkus, der von 1971 bis 1989 Direktor der Vatikanbank war, soll die
Schiebereien so begründet haben:
"Kann man in dieser Welt leben, ohne sich Gedanken um Geld zu machen? Man kann die Kirche nicht mit Ave Marias führen."
Papst Franziskus ist solch ein Finanzgebaren ein Dorn
im Auge, er will das Geldinstitut von Grund auf reformieren. Das wäre
der bislang vierte Versuch, Gottes schwarze Kasse zu säubern. Schmid ist
skeptisch, ob das gelingt:
"Alles in allem ... war die Vatikanbank nie ein
vorbildlich geführtes Institut, und mein Optimismus, dass sie je ein
solches wird, hält sich in Grenzen."
Matthias Drobinski: Kirche, Macht und GeldGütersloher Verlagshaus, November 2013
255 Seiten, 19,99 Euro, auch als ebook
Auch Matthias Drobinski kritisiert den leichtfertigen
Umgang mit Kirchengeldern. Doch der Redakteur der Süddeutschen Zeitung
hat nichts dagegen, sie kreativ und mutig einzusetzen. Beispielsweise
so, wie es Roland Breitenbach in Schweinfurt macht. Der katholische
Pfarrer hat nicht nur eine vegane fränkische Leberwurst erfunden, die
seit einigen Jahren vertrieben wird. Er hat auch eine Solaranlage
errichten lassen - auf dem Dach der Pfarrgemeinde.
Die christlichen Kirchen in Deutschland müssten
umdenken, fordert Drobinski in seinem Buch "Kirche, Macht und Geld".
Ihnen laufen seit Jahren die Mitglieder weg, damit schwinden die
Einnahmen. Selbst der personelle Nachwuchs lässt sich nicht mehr so
leicht rekrutieren wie früher. Das wiederum dürfte sich auf die
kirchlichen Sozialverbände Caritas und Diakonie auswirken.
"Eine Kirche mit weniger Geld und Personal muss viel stärker auf den mündigen Christen setzen, als sie das heute tut."
Ein frommer Wunsch, der zumindest von der katholischen
Kirche im Alltag vielfach ignoriert wird. Da soll die Leiterin eines
katholischen Kindergartens gekündigt werden, weil sie geschieden ist und
mit einem neuen Mann zusammenlebt.
Wie eine Sammlung der Zeitungsartikel
Cover: "Kirche, Macht und Geld" von Matthias Drobinski (Gütersloher Verlagshaus)Katholische
Krankenhäuser verweigern einer vergewaltigten Frau die "Pille danach".
Und wer als geschiedener Katholik keine Probleme mit seiner Kirche
bekommen will, kann mit Hilfe einer sogenannten Ehenichtigkeitserklärung
so tun, als hätte es die frühere Liebe nie gegeben. Wenn es um
Unternehmens- und Organisationsethik geht, dann entgleitet den Kirchen
die Moral, die sie von ihren Mitgliedern fordern.
Um ihre Macht brauchen sie deswegen nicht zu bangen,
versichert Matthias Drobinski. Ihr Sonderstatus ist vertraglich und
gesetzlich gesichert. Als öffentlich-rechtliche Körperschaften sind sie
Partner des Staates – im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen. So
erhalten sie jedes Jahr etwa 480 Millionen Euro an öffentlichen
Personalkostenzuschüssen, wie der Kirchenkritiker Carsten Frerk
herausgefunden haben will. Und ihre Vertreter sitzen in den Gremien der
Rundfunk- und Fernsehanstalten.
Religion ist eben doch nicht einfach eine Privatsache,
findet der Katholik Drobinski. Der von sich zwar behauptet, keinen
Kirchenkomplex zu haben und mehr Grautöne in die so häufig
schwarz-weiß-geführte Kirchendebatte bringen zu wollen. Ein lobenswerter
Ansatz.
Leider aber liest sich sein Buch allzu häufig so, als
hätte er seine eigenen Zeitungsartikel nur noch einmal zusammengefasst
und mit frischer Farbe versehen.
Fidelius Schmid: Gottes schwarze Kasse
Der Papst und die zwielichtigen Geschäfte der Vatikanbank
Wie
ein düsterer Untoter geistert er immer wieder durch die Öffentlichkeit:
Papst Pius XII., den seine Nachfolger auf dem Papstthron immer wieder
seligzusprechen versucht haben. Sein verhängnisvolles Schweigen zum
Holocaust hat diesen Schritt bisher verhindert. Doch der Vatikan lässt
nicht locker. Weshalb eigentlich?
Was
der Journalist Matthias Holzbauer in jahrelanger Recherche
zusammengestellt hat, ist haaresträubend. Mit Namen und Fakten belegt
er, welche Kampagnen kirchliche und auch staatliche Stellen auch heute
noch gegen religiöse Minderheiten vom Zaun brechen.
Der
Strom des Urchristentums ist in der Geschichte nie wirklich versiegt –
und er strömt bis hinein in unsere Tage. Denn die Sehnsucht nach dem
„Neuen Jerusalem“ war und ist nicht auszurotten.
Der
gut recherchierte Geschichtsroman straft die von Papst Wojtyla
aufgestellte These Lügen, dass es nur die „irrenden Söhne und Töchter“
der Kirche gewesen seien, die die kirchliche Blutspur durch die
Geschichte zu verantworten haben.
Angeklagt: Der Papst Der Verantwortlichkeit des Vatikans für Menschenrechtsverletzungen
von Geoffrey Robertson QC
Deutsche
Erstausgabe von The Case of the Pope, das brisante Buch des prominenten
britischen Kronanwalts und international tätigen Anwalts für
Menschenrechte, Geoffrey Robertson.
Die
Inquisition der JetztzeitDer Klimawandel und die dramatischen
Veränderungen auf dem Planeten Erde sind in aller Munde. Plötzlich
meldet sich auch die Kirche zu Wort, von der 30 Jahre lang zu diesem
Thema nichts Nennenswertes zu hören war.
Für die Tiere, unsere Mitgeschöpfe aus Gottes Hand
von Ulrich Seifert
Übermäßiger
Fleischkonsum, das zeigt sich in unseren Tagen mehr und mehr, ist ein
schwerwiegendes Problem: Dem Menschen bringt er Übergewicht,
Herzerkrankungen und weitere Krankheiten.
Der
bekannte Religionswissenschaftler enthüllt als Insider unbekannte
Interna der römisch-katholischen Kirche, die hinter den feierlichen
Gewändern verborgen sind.
Kirchliche Obere verdammen - Gott, der All-Geist, nicht! Ungezählte
Generationen wurden mit der Horrorvorstellung eines angeblich
strafenden und grausamen Gottes gequält, der einen Großteil Seiner
Kinder in eine ewige Hölle schickt. Auch heute noch verdüstert dieser
Alptraum viele Gemüter und macht sie seelisch krank. Vor allem aber: All
die über Jahrhunderte angehäuften Bannflüche gegen alles
Nicht-Katholische sind bis heute gültiger Bestandteil der katholischen
Lehre – und auch Luther lehrte die ewige Verdammnis. „Die ewige Hölle“
droht auch den eigenen Gläubigen, wenn sie auch nur an eines der Dogmen
nicht glauben.
17.3.2014 –
Führenden russischen Politikern wurden die Konten in der EU eingefroren
– Trifft es morgen auch andere Bankkunden? Ab September 2014 müssen
alle Banken die Konfessionszugehörigkeit ihrer Kunden abfragen
– Es macht aus verschiedenen Gründen hellhörig, dass die EU beschlossen
hat, dass die Banken in den EU-Ländern alle eventuellen Konten von
ausgewählten russischen Politikern oder Verantwortlichen bis auf
weiteres sperren bzw. einfrieren müssen, weil man mit ihrer Politik und
ihren politischen Meinungen im Konflikt mit der Ukraine nicht
einverstanden ist. Auch der Kommandeur der russischen Schwarzmeerflotte
auf der Krim ist betroffen.
Auch wenn jeder Milliardär, Millionär oder egoistische reiche Bürger
seinen Anteil an der Ungleichheit zwischen Reich und Arm trägt, wenn
unzählige Milliarden oder Million unrechtmäßig erwoben sind, und wenn
das Horten von Reichtümern nicht christlich ist, so wird hier von den
Regierungen darüber hinaus ein Rechtsbruch begangen, der vor Jahren noch
unvorstellbar gewesen wäre. Denn abgesehen
davon, was damit bei den Betroffenen ausgelöst wird (was mit Sicherheit
nicht dazu dient, wieder zu mehr Frieden und Entspannung zurück zu
kommen), wird hier unmerklich ein weiteres Stück Rechtsstaat ausgehöhlt.
Denn wenn sich das Mittel des Geldhahn-Abdrehens “bewähren” würde,
stellt sich die Frage: Wen könnte es unter Umständen morgen treffen?..........
Warum wir die Staatsleistungen an die Kirchen ersatzlos streichen sollten Der
arme Staat zahlt noch immer Milliardenbeträge an die steinreichen
Kirchen - warum eigentlich? Die Wahrheit ist: Die "Begründung" dafür
stimmt hinten und vorne nicht. Daher: einfach ersatzlos streichen! Lesen Sie "Zehn gute Gründe für wachsame Bürger und unentschlossene Politiker"
Tebartz: nur die Spitze des Eisbergs
Wozu die steinreiche Kirche noch weiter füttern? Alle regen
sich – zu Recht – über die ca. 40 Millionen auf, die der Limburger
Bischof offenbar an allen zuständigen Gremien vorbei in seine sündteure
Hütte gesteckt hat. Doch die Frage sei erlaubt: Was ist das im Vergleich
mit den 15 Milliarden Euro, die der Staat – also die Steuerzahler – der
Kirche Jahr für Jahr zukommen lässt – und das zusätzlich zur
Kirchensteuer und zusätzlich zu den 45 Milliarden Sozialzuschüssen für
kirchliche Sozialeinrichtungen? Hier unten auf dieser Seite finden Sie
die Zahlen.
Der Fall Limburg zeigt nicht nur das Versagen eines
einzelnen Bischofs auf. Er zeigt auch, wie unermesslich reich die
Kirchen in Deutschland noch immer sind. (Lesen Sie hier, wie dieser Reichtum entstanden ist).Und wie in einem hierarchischen Monarchie-System, das Jesus nie gegründet hat, nicht selten mit Geld umgegangen wird. Näheres zu Tebartz von Elst unter Der Theologe
Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld
Woher stammt der ungeheure Reichtum der Kirche? Ein spannender
Streifzug durch die Geschichte eines äußerst lukrativen Unternehmens bis
in die heutige Zeit! In Schriftform Als Film im Netz Als DVD bestellen
Die "C"-Parteien und der Waffenexport
Eine Unterschriftenaktion der „Freien Christen“Deutschland
ist drittgrößter Waffenexporteur der Welt. Eingefädelt haben das die
„C“-Parteien, die sich auf den Pazifisten Jesus berufen – im stillen
Einvernehmen mit der steinreichen Kirche, ganz nach dem Motto: Wir haben
nichts gegen Waffen, Hauptsache unsere Privilegien bleiben unangetastet. Deshalb: CDU und CSU – streicht das „C“! Keine Waffenexporte im Namen von Christus! Unterschreiben Sie hier
Übrigens: Die sogenannten „Staatsleistungen“ an die Kirchen beruhen auf einem historischen Betrug! Näheres hier
Damit der Klerus noch schneller ans Geld kommt: Banken übernehmen das Inkasso für die Kirchensteuer. Gespräch mit Rainer Ponitka
Interview: Gitta Düperthal
Foto: www.ibka.org
Rainer Ponitka ist Sprecher des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA)
Ihre Kirchensteuer wird noch einfacher«, heißt es in
Infoblättern von Banken. Hingewiesen wird dabei auf deren gesetzliche
Verpflichtung, ab Januar 2015 den Kirchensteueranteil der
Abgeltungssteuer – zum Beispiel auf Zinsen – einzubehalten und
automatisch an die Kirchen weiterzuleiten. Was ist davon zu halten? ......................
Christen
überlassen ihre Finanzen gern anderen – und wundern sich dann über
Schäden in Millionenhöhe. Der Limburger Skandalbischof Tebartz-van Elst
ist nur ein Beispiel für diese seltsame Mentalität.Von Christian Eckl und Matthias Kamann
Die ehemalige Nonne Majella Lenzen wurde 1992 aus
ihrem Orden verbannt, weil sie in Afrika Kondome an Prostituierte
verteilt hatte. Heute ist sie Bestsellerautorin
Der erste Band von Deschners Hauptwerk mit dem provozierenden Titel „Kriminalgeschichte des Christentums“
wurde 1986, der zehnte Band im März 2013 bei Rowohlt publiziert4 der
bis in die Gegenwart reichende, also gleichsam elfte Band, „Die Politik der Päpste – Vom Niedergang kurialer Macht im 19. Jahrhundert bis zu ihrem Wiedererstarken im Zeitalter der Weltkriege“,
wurde soeben mit großem Einsatz von Alibri neu aufgelegt, aktualisiert
durch ein Nachwort von Michael Schmidt-Salomon.5 Die Anfänge aber von
Deschners rund 6000 Seiten umfassendem Opus Magnum reichen bis in die
1950er Jahre zurück. Schon als Schüler hatte er sich durch Schopenhauer
und Nietzsche – später folgten Kant und Lichtenberg– dem katholischen
Traditionschristentum seiner Steigerwälder Heimat geistig entfremdet.
Emotional befreite ihn, nach dem Studium der Philosophie, Germanistik
und Geschichte („Denn auf den Grund wollte ich kommen … irgendwo auf
den Boden stoßen, und wenn … der Boden … nichts als ein Blutsumpf wäre …
bis obenhin.“6), die Vertiefung in die Forschungen zur Geschichte des Christentums von den Anfängen bis in die Gegenwart. ......................
Unter Erzbischof Joachim Meisner, der nun in
Ruhestand geht, mehrte das Bistum Köln sein Vermögen mit fragwürdigen
Investments. Bei den Bedürftigen wurde dafür gespart. von Kerstin Kohlenberg und Daniel Müller
Irgendwann musste es so weit
kommen: Die Vereinten Nationen kritisieren den Vatikan. Geradezu
zwangsläufig mutet der Tadel an, den die UN-Kinderrechtskommission gegen
die Weltkirche gerichtet hat, weil sie sexuellen Missbrauch in ihren
Reihen nicht konsequent genug verfolge.
Die
Zwangsläufigkeit beruht zunächst darauf, dass der Heilige Stuhl ein
Staat ist, der die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert hat. Daher darf
er gefragt werden, ob in seinem Einflussbereich – was beim Vatikan doch
wohl die Weltkirche ist – zentrale Prinzipien der Konvention
durchgesetzt werden...............
Nr. K 206 / 2014 -
Bischof Tebartz-van Elst mit vatikanischem Rückenwind zurück in Limburg. Er
verweigerte Befragung durch die Untersuchungskommission
- Demokratie ist für die Kirche "Ketzerei" - Falscher "Franziskus" in Rom
- Er ist zurück, mit
Rückenwind aus dem Vatikan, wo vor allem Kurienerzbischof und "Großinquisitor"
Gerhard Ludwig Müller ihn gegenüber allen Vorwürfen in Schutz nimmt. Damit prangt wieder - symbolisch gesprochen -
das persönliche
Wappen von Bischof Tebartz-van Elst an der Limburger Residenz (siehe rechts). Nachdem er ca. 10.000
Euro Monatsgehalt vom Staat auch während seiner Besinnungstage im Kloster erhielt, hat er
offenbar in Limburg bereits wieder "zu alter Form gefunden" (http://www.focus.de/politik/deutschland/er-erteilt-bereits-weisungen-kaviar-statt-kloster-protz-bischof-tebartz-van-elst-zurueck-in-limburg_id_3585281.html)
Auch sein Fahrer und gleichzeitig Koch (und ...?) wurde mit ins Boot des üppigen
Lebens geholt. Er bekommt ungefähr das Gehalt eines Weihbischofs.
Nach
neuerlichen Zeugenaussagen habe "S"eine Exzellenz Tebartz-van Elst "den
Architekt seines Prunkbaus und leitende Mitarbeiter systematisch
eingeschüchtert" (focus.de, 1.2.2014). Diese mussten beispielsweise
"Verschwiegenheitserklärungen" über die Kosten unterzeichnen, die wiederum
gegenüber dem Vermögensverwaltungsrat des Bistums "regelwidrig" vertuscht
wurden.
Bei seinem einzigen offiziellen Termin in Limburg kam es offenbar gleich zum
Eklat. Focus.de schreibt: "Die Mitglieder [der
vom Vatikan eingesetzten Untersuchungskommission] beabsichtigten, Tebartz-van
Elst bei seinem Besuch einige Fragen zu stellen. Doch davon schien der Bischof
nichts zu halten. Stattdessen hatte er für den Termin eine Erklärung
vorbereitet, die er vortragen wollte, wie die [Süddeutsche] Zeitung berichtete.
Dass die Kommissionsmitglieder ihm kritische Fragen stellen wollten und
Antworten erwarteten, empfand der Bischof demnach als Zumutung. Es sei daraufhin
zum Eklat gekommen."
Man könnte hier ergänzen: Darüber darf man sich nicht wundern.
Schließlich müssen sich in der Kirche ja die "Unteren" den "Oberen" unterwerfen,
und jeder Bischof gilt wie der Papst selbst als "Stellvertreter Christi"
(Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1560). (Hier handelt es sich
allerdings nicht um den Christus, der in Jesus von Nazareth unter uns lebte,
sondern um einen virtuellen katholischen "Christus", eine katholische
Kunstfigur, mit welcher der echte Christus verhöhnt wird). Demokratie ist für
die Kirche unmissverständlich "Ketzerei", denn wer die Unterwerfungsforderung unter den Papst nicht
befolgt, werde angeblich in eine ewige Hölle verflucht.
Auch der "Franziskus" in Rom ist letztlich eine "Fälschung". Franziskus von
Assisi hat Reichtum nicht für sich behalten, doch die Kirche ist nicht
einmal bereit, ihr unermessliches Vermögen zu teilen. Nur Almosen werden oft
öffentlichkeitswirksam gegeben bzw. von Papst "Franziskus" viele schöne Worte
dazu gemacht. Das gehortete Vermögen wird jedoch nicht dazu eingesetzt, Not und
Elend zu lindern.
PS: Wenn der Bischof nicht im Palais residiert, wird er dort von seinem
Fahrer vertreten.
Vatikan liefert Ex-Nuntius in Santo Domingo nicht aus
Der Vatikan hat den Antrag der polnischen Staatsanwaltschaft auf Auslieferung des Ex-Vatikan-Nuntius in der Dominikanischen Republik, Erzbischof Jozef Wesolowski, abgelehnt.
Ihm wird vielfacher Kindesmissbrauch vorgeworfen. Der Vatikan argumentierte in einer Antwort auf die Bitte der polnischen Ermittler um Rechtshilfe, dass Wesolowski als Vatikan-Bürger nicht ausgeliefert werden darf.
Keine Stellungnahme des Vatikans
Przemyslaw Nowak, Sprecher der Warschauer Bezirksstaatsanwaltschaft, erklärte am Mittwochabend gegenüber dem Fernsehsender TVN24, dass die Antwort aus dem Vatikan Ende Dezember in Warschau angekommen sei. Der Vatikan betonte darin zugleich, dass der Erzbischof diplomatische Immunität genieße und dass er ein eigenes Ermittlungsverfahren führe.
Vom Vatikan war keine Stellungnahme zu erhalten. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi äußerte sich auch nicht über den Stand einer kircheninternen Untersuchung der Missbrauchsvorwürfe gegen Wesolowski, die die Kirchenleitung im September angekündigt hatte.
Verdacht der Pädophilie
Wesolowski, der mehr als fünf Jahre lang der ständige Vertreter des Vatikans in Santo Domingo war, wurde im August wegen des Verdachts der Pädophilie von Papst Franziskus entlassen. Laut Berichten örtlicher Medien soll der Diplomat gegen Bezahlung Sex mit Buben gehabt haben.
Gegen den 65-jährigen Geistlichen, der sich derzeit in Rom aufhält, wird im Vatikan und in der Dominikanischen Republik ermittelt. Im September beantragte die dominikanische Justiz einen internationalen Haftbefehl gegen ihn. Das vatikanische Verfahren gegen Wesolowski führt die Kongregation für Glaubenslehre. Die höchste kirchliche Strafe für Pädophilie ist Ausschluss aus dem Priesterstand.
„Eine große Schande“
Der Fall hatte sowohl in der Dominikanischen Republik als auch in Polen Empörung ausgelöst. Der Vorsitzende der Dominikanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Nicolas Lopez Rodriguez, nannte es laut Medienberichten „eine große Schande“, dass Wesolowski als Diplomat nach den internationalen Gepflogenheiten vermutlich nicht in dem lateinamerikanischen Land vor Gericht gestellt werden könne.
Außer Wesolowski soll auch der polnische Ordensmann Wojciech G. Minderjährige in der Dominikanischen Republik sexuell missbraucht haben. Er beteuert seine Unschuld. Polen lehnt eine Auslieferung des Geistlichen an den Karibikstaat ab. Die Staatsanwaltschaft begründet dies mit einer fehlenden rechtlichen Grundlage.
Auch in diesem Fall ist laut einem Justizsprecher die Auswertung der dominikanischen Ermittlungsergebnisse noch nicht abgeschlossen; der Ordensmann sei noch nicht vernommen worden.
religion.ORF.at/APA/dpa/KAP
Missbrauchsopfer kritisieren Trierer Bischof wegen mangelndem Aufklärungswillen
Rund vier Jahre nach Bekanntwerden des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche fällt die Bilanz bei den Opferverbänden nüchtern aus: Sie werfen dem Trierer Bischof Stephan Ackermann sogar Vertuschung vor.
Warum zahlt der Staat immer noch
so viele Milliarden Euro an die Kirche? Die Geschichtsfälschung der Kirchen-Lobbyisten und die Verspottung unserer Demokratie
Die Kirche in Deutschland bekommt seit über 200 Jahren große Summen vom Staat überwiesen (Quelle: dpa)
Seit dem Eklat über den sündteuren Residenzbau des "Protz-Bischofs" Franz-Peter Tebartz-van Elst diskutiert Deutschland wieder über die Kirchen-Finanzierung. Warum zum Beispiel zahlt der Staat seit über 200 Jahren Entschädigungen? Ändern wird sich das jedoch so schnell nicht.
"Es besteht keine Staatskirche", heißt es im Grundgesetz. Doch das stimmt nicht. Die großen Kirchen haben weiterhin eine privilegierte Stellung in der Gesellschaft inne. Das schadet nicht nur der Republik, sondern auch den Religionsgemeinschaften.
Kirche und StaatWenn sich eine Stadt von der Kirche trennt
Eigentlich sind Kirche und Staat getrennt. Doch in Schulen, Unis und Kliniken kooperieren sie eng. Was, wenn man am Beispiel von Münster Ernst machte mit der Trennung? von Malte Buhse und Anne-Sophie Lang
"Es besteht keine Staatskirche." So scharf, wie es das Grundgesetz formuliert, sind Staat und Kirchen allerdings nicht getrennt. Der Staat hat den Kirchen als Institutionen mache Sonderrechte zugebilligt. Wie beide zusammenhängen, zeigt diese Infografik..........................
Niemandem täte eine klare Trennung von Staat und Kirche so gut wie den Kirchen selbst. Es ist an der Zeit, einen klaren Schnitt zu setzen. Ein Kommentar von Karsten Polke-Majewski
Zusätzlich wird seit 1979 in einer glaubensverschiedenen Ehe das "besondere Kirchgeld" erhoben, wenn die Einkünfte der Ehepartner voneinander abweichen und der weniger verdienende Partner der Kirche angehört. Dann nämlich gilt nicht das Einkommen des Kirchenmitglieds als Richtschnur, sondern der gemeinsame Lebensstandard des Ehepaares. Juristen und Kirchenleute sprechen vom Lebensführungsaufwand. Nutznießerin ist die Kirche. Die Landesparlamente haben dem besonderen Kirchgeld nach Anträgen der Landeskirchen zugestimmt. Mittlerweile wird das besondere Kirchgeld von katholischen und evangelischen Kirchen überall erhoben. Eine Ausnahme bilden Bayern und Baden-Württemberg. Dort verzichtet die katholische Kirche auf die Eintreibung des Kirchgelds...............
In Bamberg wütete die Hexenverfolgung besonders grausam: Zwischen 1612 und 1632 wurden insgesamt etwa 1000 Männer, Frauen und Kinder gefoltert und ermordet. Die Stadt arbeitet die Episode vier Jahrhunderte später auf - und stellt auch die Frage nach der Schuld.
Karlheinz Deschner im Jahre 2013. Der Kirchenkritiker ist inzwischen 89 Jahre alt.
(Foto: Alessandra Schellnegger)
Er ist extrem hart mit den christlichen Kirchen ins Gericht gegangen, bewusst einseitig und nicht immer ganz wissenschaftlich. Aber es ging Karlheinz Deschner auch nie um Ausgewogenheit, sondern darum, Dinge ans Licht zu holen, die viele Christen lieber im Dunklen gelassen hätten. Nun hat er, soweit es in seiner Macht stand, sein Lebenswerk abgeschlossen.
Von Markus C. Schulte von Drach
Karlheinz Deschner - der Name ist unter jüngeren Menschen kaum noch bekannt. Seine Arbeiten haben in den vergangenen zwanzig Jahren nur noch wenig Aufregung hervorgerufen. Das war einmal anders. Früher einmal hat Deschner Begeisterung, Ablehnung oder sogar Zorn ausgelöst. Und für manche Menschen waren seine Bücher fast schon eine Art Offenbarung.
Stagnation, Resignation und selbstgerechter Rückzug
Von Christa Nickels
Reformstau, starre Hierarchien, selbstbezogene Eliten: Nicht Veränderung, sondern die Angst davor scheint das Leitmotiv bei den Verantwortlichen in der katholischen Kirche zu sein. Das muss sich dringend ändern, fordert die Grünen-Politikerin Christa Nickels.
Die staatliche Unterstüzung der Kirchen, die auf die Zeit Napoleons zurückgeht, sollte auslaufen. Das könnte auch eine Demokratisierung der Kirche befördern. von Ernst Dohlus